Thesen

In
wenigen Zeilen :

DIE BEDARFSWIRTSCHAFT


| Die grosse Ablösung...|...und
ihre Folgeerscheinung
| Die Bedarfswirtschaft
| Sozialdienst...|...und
Sozialeinkommen
| Das Bedartsgeld | Zwischenmassnahmen
| Die Zivilvertrag |

Die grosse
Ablösung...

Der Mensch hat immer versucht,
die Anstrengung seinen Lebensunterhalt zu verdienen, zu reduzieren.
Er hat zuerst Werkzüge erfunden, die er dann immer vervollkommnet
hat. Dieser Forschritt war zunächst langsam, bis er in den letzen
Jahrzehnten einen explosiven Charakter angenommen hat. In den Industrieländern
besitzt der Mensch jetzt unzählige mechanische Sklaven, elektronische,
automatisierte, informative Sklaven. Er kann sogar die Natur befehligen,
sie verändern, er kann sie veranlassen, alles produzieren, was
er will, wie er will, wann er es will. Diese grosse Ablösung des
Menschen durch die Wissenschaff (Titel eines der ersten Werke von J.
Duboin) in allen Produktionbereichen stellt die grösste Umwälzung
der Zivilisation aller Zeiten dar und bestimmt die schnellste. Das geht
so schnell, dass den Menschen in den Industrieländern noch nicht
zum Bewusstsein gekommen ist, dass die wichtigste Folgeerscheinung ist :
die Kaufkraft kann nicht mehr mit der Arbeitszeit gemessen werden.

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...und
ihre Folgeerscheinung

Ûberproduktion und
steigenden Arbeitlosigkeit bringen mit sich Krise, Zerstörung,
Aussperrung, Kriminalität, Drogen und Kriege. Das sind die auffallensten
Merkmale für die Unfähigkeit unseres Wirtschaftssytems sich
den veränderten Prozessen der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen
anzupassen. Das nennt man die Krise (Auch ein Titel von J. Duboin).

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Die Bedarfswirtschaft

Die sozialen Veränderungen,
die nötig sind, um unser Wirtschafltssystem den neuen Möglichkeiten,
Reichtum zu erzeugen, anzupassen haben die Dimensionen dieser noch nicht
dagewesenen Revolution. Um sie sich vorzustellen und in die Tat umzusetzen,
muss man gegen jahrtausend alte Gewohnheiten und Denkmodelle vorgehen,
dabei riskiert man als "Utopist" zu gelten.

Unsere Utopie ist die Bedarfswirtschaft
oder Verteilungswirtschaft, die im Prinzip fordert, dass jede Produktion,
die materiell und ökologisch (Umwelt, Schutz des Ressources, ...)
moglich ist, auch durchgeführt wird und zur Verfügung aller
Menschen gestellt wird.

Das Ende des Zeitalters
der Mangelwirtschaft ist auch das Ende des Zeitalters des Austausches
der Kaufkrafl gegen Arbeitszeit. Eine doppelte Veränderung macht
sich also notwendig, die der wirtschafllichen Pflicht und die des wirtschaftlichen
Rechts aller Bürger. Einerseits muss die gesellschaftlich notwendig
Arbeit, deren Zeit ständig abnimmt durch den technologischen Fortschritt,
verteilt werden, andererseits muss die Kaufkraft, die dem Gesamtwert
der produzierten Güter und Dienstleistungen entspricht, deren Menge
im Bedarfsfall vergrössert werden kann, verteilt werden.

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Sozialdienst...

Die Arbeitsteilung wird
zum Sozialdienst, den jeder Büger während seines Lebens leisten
muss, entsprechend seinen Fähigkeiten und den gesellschafllichen
Bedürfnissen.

Hier wird der Begriff Beschäfligung
in Frage gestellt. "Arbeit" hört auf, eine wichtige Tätigkeit
des Menschen zu sein, die sein Leben bestimmt und ihn in eine "soziale
Stellung" einordnet. Andere Tätigkeiten, die nicht ökonomisch
zu messen sind, werden lebenswichtig.

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... und Sozialeinkommen

Die Verteilung der Kaufkraft
regelt sich durch regelmässige Ûberweisungen auf ein Bankkonto
"neuer Art", das jeder Bürger von seiner Geburt bis zum
seinem Tode hat. Jeder verfügt uber eine Kreditkarte oder ein Scheckbuch,
mit dem er seine Einkäufe bezahlt und der Betrag des Kaufspreises
wird von seinem Konto abgezogen. Für den Verbraucher ändert
sich nichts, nur der Kontostand ändert sich.

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Das Bedartsgeld

Das neues Geld dient nur
zum Einkaufen, es is nicht im Umlauf, man kann es nicht anlegen, um
Zinsen zu bekommen, es ist nicht mehr anonym.

Die Höhe der Geldmenge,
die regelmässigverteilt wird (zum Beispiel jeden Monat) ist ein
Informationsproblem,ähnlich dem - wenn nicht einfacher - das heute
die Börsianer und Finanzleute handhaben. Es besteht im Grossen
und Ganzen darin - ausgehend von den gäusserten Bedürfnissen
- die notwendige Produktionsmenge abzuschätzen, die während
einer bestimmten Zeit zu erbringen ist, unter Berücksichtigung
der Belastungen, des Bedarfs der öffentlichen Dienste und der notwendigen
Investitionen. Der Gesamtbetrag des verteilten "Sozialeinkommens"
ist der Unterschied zwischen dem geschätzten Produktionwert und
den Investitionen eines bestimmten Zeitabschnitts.

Da alle Bürger einer
Gegend mit gleichen Anspruch Mit-Erben aller Früchte der Arbeit
sind und auch aller Forschungen, die zu dem aktuellen Produktionstand
geführt haben, schlug J. Duboin ein Sozialeinkommen vor, das für
alle gleich ist, mit anderen Worten : die wirtschaftliche Gleichkeit.

Die meisten Menschen sind
kulturell auf eine solche Veränderung nicht vorbereitet, sodass
diese Zielsetzung nur für die fernere Zukunft gestellet werden
kann.

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Zwischenmassnahmen

Dashalb sind verschiedene
Zwischenmassnahmen vorgeschlagen worden (Siehe La Grande Releve, Jahre
1992 Sondernummer). Eine allgemeine Geldzuweisung oder Existenzminimum,
das allen gegeben wird, könnte den Bewusstseinstand fördern.
Um der Bedarfswirtschaft näher zu kommen, schlagen wir vor, die
Kaufkraft in Form eines Bürgerinkommens zu verteilen, das duch
einen Zivilvertrag geregelt wird, der entsprechend den erreichten Ergenissen
erneuert und verändert werden kann (Siehe La Grande Releve, Nr
901).

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Die Zivilvertrag

Die Zivilvertrag würde
die persönliche Initiative anregen, auch die Innovation und die
Erfindungsgabe. Das Ziel ist, den Bürger unabhängig und verantwortlich
zu machen, ihm die Möglichkeit zu geben, die Entwicklung seines
lebens selbst zu bestimmen, ihm die Wahl seiner Tätigkeit zu überlassen
und vor allem zu erreichen, dass seine verschiedenen Tätigkeiten
anerkannt und geachtet werden, selbst wenn sie in den traditionellen
wirtschaftlichen Normen nicht messbar sind (Lesen Sie "Les Affranchis
de l’An 2000 -"Die Befreiten des Jahres 2000"-, von M-L. Duboin,
Syros Verf., 1984). Für die einen wird der Zivilvertrag nur die
einfache Definition seines Sozialdienstes sein, für ändere
ehrgeiziges Projekt neuer Tätigkeiten. Er wird von jedem Bürger
vorgeschlagen (notfalls mit Unterstützung) und muss veröffentlicht
werden, bevor er den zuständigen Instanzen vorgelgt wird, die der
Grösse des Projekts entsprechen müssen (nach dem Prinzip der
Zusätzlichkeit) und von Gewählten, von Vertretern der betroffenen
Berufen zusammengesetzt sind und wenigsrens zur Hälfte von Bürgern,
die als "Verbraucher" teilnehmen.

Die Wirtschaftdemokratie
wird in der Bedarfswirtschaft dadurch verwirklicht, dass die Vollmacht
der Geldschopfung Instanzen oder Witschaftsräten übertragen
wird, die augenblicklich willkürlich von den Banken ausgeübt
wird.

Wir haben einige Werke verfasst,
die die Überlegung uber diese Vorschläge vertiefen.

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